Philosophie

Moral?

Wir leben in einer schwierigen Zeit. Eine Welt voll von Kriegen und Missständen. Möglicherweise eine Folge dessen, dass wir einerseits oft gute Ansätze wie Demokratie, Menschenrechte und Chancengleichheit propagieren, weltweit allerdings Grundlagen für das Entstehen dieser Bedingungen zerstören.

Vierzigtausend Menschen demonstrieren auf den Strassen von Bern gegen den Krieg im Irak. Das gleiche Bild zeigte sich in beinahe allen grossen Städten der Welt. Sie fühlen sich hintergangen. Sie sehen, dass der Glaube an das Gute nur noch vordergründig existiert und schon lange der harten Realität, der Grossmachtspolitik weichen musste. Alle wussten, dass eine solche Demonstration nichts bewirken kann, trotzdem kamen sie zusammen.

Die Zeit, in der sich eine ganze Generation geschlossen für junge, teilweise radikale Ideen, diese Missstände zu beheben, einsetzte, sind nun bereits vierzig Jahre her. Die 68er Generation brach in sich selbst zusammen. Was bleibt, ist eine Jugend, die der Realität ins Auge blickt.

Unsere Generation ist in viele verschiedene Gruppierungen zerstreut, die sich alle in ihren Idealen unterscheiden. Ein Element kann man jedoch fast in jeder Jugendkultur erkennen: Den Pessimismus. Niemand glaubt mehr daran, etwas Grosses verändern zu können.

Was tun?

Wir möchten die Möglichkeiten, die unsere Zeit bietet, nutzen, um Gleichgesinnte sowie auch anders Denkende zusammen zu bringen. Ein friedliches Zusammensein auszuleben und nicht zuletzt eine gute Zeit zu verbringen.

Wir wollen Initiative zeigen, ohne dass sich dahinter wirtschaftliche Interessen verbergen. Wir wollen unseren und den Horizont von Jugendlichen in unserem Alter erweitern, indem wir ein tolerantes sowie soziales Umfeld schaffen, in dem jeder akzeptiert ist und in dem jeder auch seine Persönlichkeit einbringen kann. Wir wollen den Blick auch auf andere Kulturen auf der ganzen Welt lenken, denn das aus unser Sicht beste, was uns die Globalisierung gebracht hat, ist die Durchmischung verschiedener Kulturen und deren Musik. Mit unserem Anlass möchten wir zumindest kurzfristig den Einblick in eine Welt vermitteln, in der es nicht aussergewöhnlich ist, wenn man beim vorbeigehen noch ein Lächeln bekommt oder beim mühsamen Zeltaufbau freiwillige Hilfe erhält. Die positiven Energien sollen beim Eintreffen auf dem Gelände beginnen und es wäre das Ziel, dass sie nicht gleich verfliegen, sobald man es wieder verlässt.

Damit das Positive von Beginn bis Ende seine Verwirklichung erfährt, werden wir den erzielten Ertrag nicht in unsere eigene Tasche stecken. Deshalb geht der Stutz, der unsere Ausgaben überschreitet, zu 50% an die Hilfsorganisation ROKPA International und die andere Hälfte in die Reserven, um dieses Erlebnis zu wiederholen.

Das Openair

Unser Team besteht aus jungen Menschen, die sich in ein solches Projekt stürzen wollen, um die Möglichkeiten zu erkunden und aufzuzeigen, etwas auf die Beine zu stellen und die Welt im kleinen Masse zu verändern.

Neben dem Ziel, eine gute Zeit zu verbringen, versuchen wir aber auch, uns in möglichst vielen Dingen selbst zu verwirklichen. Die Gestaltung des ganzen Wochenendes ist und wird ein sehr kreativer Prozess. Wir wollen mit eigenen Ideen auffallen, und nicht nur als ein weiteres Openair in der Schweizer Partylandschaft untergehen. Wir möchten das Zusammensein in den Vordergrund stellen und nicht mit einem Rivella Partyzelt oder einer Swisscom Lounge und VIP Plätzen glänzen. Wir sehen die Projektierung als Lernprozess an, in dem alle Beteiligten an gewisse Grenzen stossen werden. Es verspricht spannend zu werden, wenn die Ideen von zehn kreativen Köpfen vereint ein Openair ergeben.

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